Die Mudra ist eine symbolische Handgeste, die im täglichen Leben, im indischen Tanz und in der religiösen Praxis ihre Anwendung findet. Übersetzt aus dem Sanskrit bedeutet Mudra “ das was Freude bringt“. Mudras sind sanfte Fingerübungen mit großer Wirkung. Durch spezielle Fingerhaltung wird der Energiefluss im Körper verbessert und die Energiebahnen miteinander verbunden.

Das Gyan oder auch Chin-Mudra ist das bekannteste Mudra.

Dabei werden die Kuppen des Zeigefingers und des Daumens zueinander geführt und die beiden Finger bilden auf diese Weise einen geschlossenen Kreislauf. Dadurch schafft man eine Verbindung, die die Energie wieder in den Körper, statt hinaus, fließen lässt. Diese Übung stärkt besonders die Konzentration.

Haltung der Hände und Wirkung:

  • Der Daumen berührt berührt die Spitze des Zeigefingers. Wirkung: Öffnet das Wurzelchakra und bringt mehr Energie in die Beine und Unterkörper.
  • Der Daumen berührt die Spitze des mittleren Ringfingers. Wirkung: Fördert die Geduld.
  • Der Daumen berührt die Spitze des Ringfingers. Wirkung: Stabilität, Sicherheit und Energie.
  • Der Daumen berührt die Spitze des kleinen Fingers. Wirkung: Gefühl und Intuition.

Anwendung: Idealerweise werden die Mudras mindestens 15 Minuten gehalten. Dazu sitzt man am besten im Lotus- oder Schneidersitz und legt die Hände auf den Knien ab.

Das Wort Mudra bedeutet wörtlich „ein Siegel“. Mudras sind eine subtile Wissenschaft, um Ihren Körper auf eine bestimmte Weise anzuordnen.

Sadhguru- indischer Yogi, Mystiker und Bestsellerautor